Wie sich Gesundheitscoaching zur klassischen Schulmedizin unterscheidet..

„Machen Sie am besten erstmal drei Wochen Sportpause.“ 

„Nehmen Sie täglich 2x Ibuprofen gegen ihre Rückenschmerzen.“

Viele Menschen haben diese Sätze schon oft gehört.

Man rennt von einem Arzt zum anderen. Keiner kann einem so richtig weiterhelfen. Oft wird man nur mit einer langen Sportpause oder Ibuprofen gegen Rückenschmerzen vertröstet. Doch gerade das kann sogar vieles verschlimmern! Längere Sportpausen bei lokalen Beschwerden sind durch den Bewegungsmangel nicht nur kontraproduktiv, sondern können auch langfristig zu vielen weiteren körperlichen Problemen wie muskulären Dysbalancen oder Fehlhaltungen führen, wodurch wiederum viele weitere Probleme entstehen können.

Der heutige Lifestyle hat vieles aus der Bahn geworfen. Infektionskrankheiten wie Masern werden zwar weniger, dafür haben sich aber chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Adipositas seit den 70er Jahren fast verdreifacht. Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder ständige Energielosigkeit haben sich immer fester in den Alltag vieler Menschen integriert.

Wir zeigen, worin sich ein ganzheitliches Gesundheitscoaching - vor allem in Bezug auf chronische Krankheiten wie Bluthochdruck - von der klassischen Behandlung beim Arzt unterscheidet. Denn die Herangehensweisen zur Behandlung unterscheiden sich bedeutend voneinander!

Individuelles & ganzheitliches Gesundheitscoaching

Um es einmal bildlich zu erklären:

„Ein Arzt nimmt sich einen grünen Stift und malt die verwelkten Blätter der eingegangen Pflanze einfach wieder Grün an - der Gesundheitscoach schaut nach ganzheitlichen Lösungsansätzen, nämlich der Ursache der verwelkten Blätter.“

Er stellt sich die Fragen:

    • Braucht die Pflanze ggf. neue Erde?
    • Braucht die Pflanze vielleicht mehr Sonne?
    • Muss die Pflanze öfters gegossen werden?
    • Braucht die Pflanze vielleicht einen anderen Stellplatz?

Was wir damit sagen wollen:

Es bringt nichts, nur ein Symptom zu behandeln. Wir müssen viel eher nach der Ursache von Krankheiten und Symptomen schauen - warum Dinge so sind, wie sie sind.

Medikamente gegen Bluthochdruck stabilisieren diesen zwar, lösen aber nicht langfristig die Ursache. Erst durch eine individuelle und ganzheitliche Betrachtung des Menschen, lassen sich chronische Krankheiten wie Diabetes oder Adipositas (Übergewicht) frühzeitig erkennen, sowie effizient und nachhaltig beheben. Dabei spielt vor allem der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle und lässt hier den Unterschied zwischen einem Arzt und Gesundheitscoach deutlich aufzeigen.

Denn wichtig zu verstehen ist, dass Genesung ein Prozess über Monate ggf. sogar Jahre ist. Und besonders Ärzte haben aufgrund des knappen Zeitfensters häufig nicht die Möglichkeit eine umfangreiche und ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten, wodurch oftmals die Lösungsansätze in Form von verschreibungspflichtigen Medikamenten das Endergebnis sind.

Um die besten Lösungsansätze anzuwenden, bedarf es immer einer vollständigen Interpretation und Auswertung von Blutwerten. Aber auch hier fehlt oft das Wissen bei Patienten. Denn weder das „kleine", noch das standardisierte „große Blutbild" liefern aussagekräftige, gesundheitsbezogene Werte. Zudem wird man telefonisch oft mit der plumpen Aussage „Alle Werte sind normal.“ vertröstet. Hier sollte sich jeder die Frage stellen, was „normal“ eigentlich bedeutet. Denn sehr oft ist „normal“ nicht gleich optimal oder gesund. Wenn es um den Körper geht, sollte der Anspruch nicht bei „in Ordnung“ liegen, sondern sich in Richtung optimal - exzellent bewegen.

Die richtigen Laborwerte geben neben der Vorsorge zu potenziellen Krankheitsbildern auch einen Überblick über die aktuelle und zukünftige gesundheitliche Situation. Blutwerte wie beispielsweise Homocystein, Ferritin oder Vitamin D sowie der Omega 3 Index werden oft vernachlässigt, sind aber wichtige gesundheitliche Indikatoren.

Ein Großteil der Menschen hat zum Beispiel einen Omega 3 Index, der unter 4% liegt. Ein guter Wert liegt bei über 10%. Das Problem? Die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Herztodes steigt um das zehnfache an, wenn der Wert bei unter 4%* liegt.

 

  

 

Die Grafik aus der Studie* zeigt, dass zwar die Lebenserwartung steigt, aber die Lebensjahre ohne chronische Krankheiten sinkt. Welche Qualität hat aber das Leben, wenn man es aufgrund von Krankheit nicht wirklich voll auskosten kann?

Gegebenheiten müssten immer ganzheitlich zu betrachtet werden, um die besten Lösungsansätze anzuwenden. Alles mit dem übergeordneten Ziel der Schmerzfreiheit und einer überdurchschnittlich hohen körperlichen Funktionsfähigkeit, um die Lebensqualität bis ins höchste Lebensalter auf höchstem Niveau zu halten.

Denn Dinge wie..

  • Müdigkeit und Energielosigkeit,
  • Ein schwaches Immunsystem und
  • Chronische Krankheiten wie Übergewicht und Bluthochdruck

..sollten der Vergangenheit angehören und die Lebensqualität nicht beeinträchtigen.

 

Über den Autor

Timo Tekolf ist selbstständiger Personal Trainer und zertifizierter Health Coach. Im Coaching vereint er die Expertise in funktionellem und mentalem Training mit einem gesundheitlichen Ansatz, der dich und deinen Köprer als ganzheitliches System betrachtet. 

 

Quelle:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16979604/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18541601/

 

https://www.cbs.nl/en-gb/news/2009/07/healthy-life-expectancy-higher

nach: Bruggink J-W, Lodder B, Kardal M, CBS webmagazine 12 february 2009;